Von der Idee zum fertigen Film
Wir haben es immer als eine große Herausforderung gesehen, mit unseren Filmen Brücken zu bauen, zwischen Kontinenten, Kulturen und den Menschen mit ihren unterschiedlichsten Ideen

Idee
Die Ideen zu unseren Filmen kommen aus zwei Kulturkreisen. Faranak Djalali-Lorenz, gebürtige Iranerin, und Rüdiger Lorenz arbeiten seit 1990 gemeinsam an Projekten.

Szenenbild aus dem Film „Jenseits des Spiegels“, Teheran während der Fußballweltmeisterschaft In einer Welt, die zunehmend von der Konfrontation der Kulturen geprägt ist, wird es immer wichtiger, vielschichtig an Themen heranzugehen. Der gleichzeitige Blickwinkel z. B. aus Ost und West gibt uns die Chance, hinter ansonsten verschlossene Türen zu blicken, Zusammenhänge anders zu begreifen, als dies einem nur vorübergehend eingereisten Gast möglich ist.

Ausbildung von Jugendlichen in einer Moschee im Iran während des Golfkrieges Aus der Sicht der Betroffenen ihre Welt darzustellen und den Zuschauer dorthin mitzunehmen, führt manchmal zu Filmen, die üblichen Klischees verlassen, weil sie bewußt Distanz aufgeben.

Regiebesprechung: In Madagaskar entstand der Film „Ambohimanga“ über die Stadt der Könige Menschen vor Ort in Gestaltungsprozesse einbeziehen, offen sein auch zu inhaltlichen Gesprächen, kann Brücken bauen. Darüber zu gehen, eigenes Denken in Frage zu stellen, gleicht manchmal einer Gratwanderung.

Gespräch mit Gründungsmitgliedern der Indianeruniversität in Cuiabá, Brasilien Recherche
Ob Asien, Afrika, Südamerika, Orient oder Okzident, auch in der Vorbereitung und Durchführung von Projekten vor Ort haben wir viel von den Menschen dieser Länder gelernt. Sie haben uns Wege gewiesen, an Plätze und Ziele geführt, die wir ohne sie nicht erreicht hätten.

Buschmann an der 35mm Kamera, bei Dreharbeiten zu „Tsodilo – die Hügel der steinernen Python“, Botswana Zeit zu haben, sich auf ihre Geschichten und Lebensrhythmen einzulassen, war vielleicht die wesentlichste Erfahrung. Dabei haben sich auf all diesen Kontinenten herzliche Freundschaften entwickelt, die uns immer wieder bei der Realisation neuer Projekte helfen.

Unser Aufnahmeteam in Meroe, Sudan Drehbuch
Der erste Entwurf zu einem Drehbuch entsteht unter Umständen gleich am Ort des „Geschehens“. Dieser Möglichkeit, sofort Rücksprache zu nehmen, Szenerien immer wieder neu zu erleben, in andere Zusammenhänge zu stellen, in anderem Licht zu sehen, können wir manchmal nicht widerstehen.

Szenenbild aus „Die Namib – der Ort an dem Nichts ist“ Das Sitzen am heimischen Computer, die Zusammenarbeit mit Fachleuten, Institutionen, das Einbeziehen des eigenen Archivs, zu dem Tausende Fotos, Videobänder und Filmrollen zählen, ist die andere Seite des Schreibens.

Aus dem Film „Bethlehem – zwischen Mauern und Massentourismus“ Das Buch entwickelt sich aber nicht zuletzt auch in der Zusammenarbeit mit einer Redaktion, die mit uns den Enthusiasmus für ein Thema, eine neue Reihe teilt.

Aus „Schätze der Welt – Erbe der Menschheit“: „Die Freitagsmoschee“ Realisation
Dort wo spannende Dokumentationen in ihrer Realisation beginnen, haben wir eingefahrene Geleise meist schon weit hinter uns gelassen. Daß selbst anspruchsvolle 35mm Filmtechnik oder digitale Elektronik hier ihre qualitativen Stärken ausspielen können, fordert vom Team höchste Professionalität.

35mm Arri auf Kran. Nur so erschließt sich die Dimension der Felskirchen Lalibelas, Äthiopien Unseren eigenen Anspruch und den unserer Auftraggeber heißt es jetzt hundert Prozent zu realisieren. Weitgehende Autarkie im Bereich des Equipments gibt uns zusätzliche Sicherheit.

Mobiler Schnittplatz in einem 500 Jahre alten Haus in Isfahan Schnitt am Drehort – vielleicht der Idealfall. In unserem Studio in Isfahan, leider nur für ein halbes Jahr, sind drei Filme entstanden. Die Musik schrieb ein einheimischer Komponist.

Über den Dächern der Oase Yazd. Aus dem Film „Der Windturmbauer“